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Shopify Redirects Guide: Traffic nach Migration sichern

Lerne, wie du Redirects in Shopify korrekt einrichtest, um nach dem Launch keinen SEO-Traffic zu verlieren. Mit praktischer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Du migrierst zu Shopify und hast Angst um deinen SEO-Traffic? Die Angst ist berechtigt. Der häufigste Grund für einen Traffic-Absturz nach einer Migration sind fehlende oder falsch gesetzte Redirects.

Ohne Weiterleitungen weiß Google nicht, wo deine alten URLs hingezogen sind. Der Traffic bricht ein, und der Wiederaufbau dauert Monate. In dieser Zeit verlierst du Sichtbarkeit und vor allem Umsatz. Hier zeige ich dir, wie du Redirects in Shopify sauber aufsetzt und welche Tools dir die Arbeit abnehmen.

Shopifys URL-Struktur verstehen

Bevor du mit den Redirects startest, musst du wissen, wie Shopify URLs aufbaut. Anders als bei WordPress hast du hier nicht die volle Freiheit.

Die feste Struktur von Shopify

Shopify arbeitet mit einem zweiteiligen URL-Aufbau: Ein fester Teil wird von Shopify vorgegeben (z.B. /products/, /collections/), den variablen Teil, den sogenannten Handle, bestimmst du selbst.

So sieht das in der Praxis aus:

  • Produktseiten: deine-domain.de/products/dein-produkt-handle
  • Kategorien: deine-domain.de/collections/deine-kategorie-handle
  • Seiten: deine-domain.de/pages/deine-seite-handle
  • Blog-Beiträge: deine-domain.de/blogs/news/dein-beitrag-handle
  • Kundenbereich: deine-domain.de/customers/account

Im Theme Editor siehst du alle verfügbaren Templates nach Seitentyp sortiert. Das gibt dir einen guten Überblick über die URL-Strukturen.

Redirects in Shopify anlegen

Shopify hat eine native Funktion für URL-Weiterleitungen. Du findest sie unter Inhalt → Menüs → URL-Weiterleitung (oben im Menü).

Theoretisch könntest du dort jede alte URL von Hand weiterleiten. Bei Shops mit hunderten oder tausenden Seiten ist das unrealistisch. Dafür gibt es den CSV-Import für Bulk-Redirects.

Noch ein Hinweis zur Beruhigung: Auch mit korrekten Redirects kann der Traffic nach dem Launch kurz einknicken. Das ist normal und erholt sich innerhalb weniger Tage. Ohne Redirects dauert die Erholung Monate.

URLs vom alten System extrahieren

Jetzt wird es praktisch: Du brauchst eine komplette Liste aller URLs aus deinem alten Shop.

Option 1: Migrations-Tools nutzen

Tools wie Matrixify bieten für bestimmte Systeme (z.B. Magento) automatische Redirect-Mappings an. Beim Produktimport erstellt das Tool eine Excel-Datei mit den gemappten URLs für Produkte und Collections.

Das spart Zeit, deckt aber nicht alles ab. Content-Seiten und Blogs musst du separat erfassen.

Option 2: Screaming Frog (meine Empfehlung)

Screaming Frog ist ein Crawler, der alle URLs deines alten Shops einsammelt:

  1. Gib deine alte Shop-URL ein
  2. Klicke auf “Start”
  3. Das Tool crawlt alle verlinkten Seiten
  4. Exportiere die URL-Liste als CSV

Die kostenlose Version hat ein URL-Limit. Für größere Shops brauchst du den Paid-Plan oder einen anderen Crawler.

URLs mit KI mappen

Wenn dein altes System eine andere URL-Struktur hat (z.B. /c/ statt /collections/), kannst du dir das Mapping von einer KI bauen lassen:

  1. Exportiere die URL-Liste aus Screaming Frog
  2. Gib der KI die Liste und erkläre die Shopify-Struktur
  3. Lass dir eine CSV mit alter und neuer URL erstellen
  4. Prüfe das Ergebnis und arbeite bei Bedarf nach

Trenn die URLs dabei nach Typ (Produkte, Kategorien, Seiten) und mappe sie getrennt. Das erhöht die Trefferquote deutlich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Redirects sind nicht optional. Ohne sie verlierst du massiv Traffic und Umsatz.
  • Shopify hat eine feste URL-Struktur mit vorgegebenen Präfixen wie /products/ und /collections/.
  • Mit Screaming Frog oder ähnlichen Crawlern erfasst du alle alten URLs.
  • Bei größeren Shops ist der CSV-Import die einzige praktikable Lösung.
  • Ein kurzer Traffic-Knick nach dem Launch ist normal und erholt sich schnell.
Lukas Nehlsen, Shopify-Experte hinter Luke Media
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