Shopify-Migration Kosten 2026: Der komplette Guide (mit Preisen)
Was kostet eine Shopify-Migration wirklich? Realistische Preise von 4.000 bis über 25.000 Euro, die größten Kostentreiber und wie du unnötige Ausgaben vermeidest.
Was kostet eine Shopify-Migration? Ehrliche Antwort: zwischen 4.000 und 25.000 Euro, manchmal mehr. Die Spanne ist so groß, weil der Preis weniger von der Shopgröße abhängt, als die meisten denken. Er hängt davon ab, welche Fehler du bei der Planung machst.
Genau die schauen wir uns hier an. Denn die meisten Shops zahlen nicht zu viel, weil Agenturen zu teuer sind. Sie zahlen zu viel, weil sie Dinge beauftragen, die sie gar nicht brauchen.
Inhouse oder Agentur: Was passt zu deinem Projekt?
Grundsätzlich hast du zwei Optionen: selbst machen oder machen lassen. Shopify ist bewusst so gebaut, dass du für die Grundfunktionen kein Technik-Studium brauchst.
Bei kleinen, simplen Shops funktioniert eine Inhouse-Migration gut. Du sparst dir die Agenturkosten und behältst alles selbst in der Hand. Rechne aber ehrlich: Eine Migration frisst ordentlich Zeit, und die fehlt dir dann im Tagesgeschäft.
Sobald es komplexer wird, etwa durch eine Warenwirtschafts-Anbindung oder große Datenmengen, kommst du mit Bordmitteln nicht mehr weit. Dann lohnt sich ein Dienstleister. Entweder macht er alles, oder er berät dich und du setzt selbst um.
Was kostet eine Shopify-Migration wirklich?
Grob gibt es drei Preisklassen:
- Kleiner Shop: 4.000 bis 10.000 Euro
- Mittlerer Shop: 10.000 bis 25.000 Euro
- Großer Shop: ab 25.000 Euro
Zur Einordnung: Klein heißt unter 10.000 Euro Monatsumsatz, mittel ist fünfstellig, groß sechsstellig.
Nimm die Zahlen als Richtwerte, nicht als Angebot. Ein kleiner Shop, der über Jahre Features angesammelt hat, kann komplexer sein als ein frisch gestarteter mittlerer. Auch Sonderfälle wie Produktkonfiguratoren oder Multi-Channel-Verkauf treiben den Aufwand hoch.
Die größten Kostentreiber und wie du sie vermeidest
Manche Kosten kannst du nicht wegdiskutieren. Wenn deine Warenwirtschaft eine eigene Schnittstelle braucht, dann braucht sie die. Aber vier Kostentreiber tauchen in fast jedem Projekt auf, und alle vier kannst du verhindern.
Fehler 1: Alles 1:1 übernehmen wollen
Dein Shop ist zehn Jahre alt und du willst ihn exakt so in Shopify nachbauen? Lass es. Das wird teuer und bringt dir nichts. Shopify hat moderne Themes, die von Haus aus gut verkaufen. Wer die Plattform verbiegt, statt sie zu nutzen, zahlt am Ende doppelt.
Geh lieber einmal ehrlich durch deine Feature-Liste: Was brauchst du wirklich noch? Muss das alte Treueprogramm mit, nur weil es schon immer da war? Für vieles davon gibt es heute Tools, die besser funktionieren und mehr verkaufen.
Fehler 2: Über-individualisiertes Frontend
Moderne Shopify-Themes sind ab Werk auf Conversion optimiert. Wer von einem alten Magento-Shop kommt, sieht oft allein durch den Theme-Wechsel bessere Zahlen.
Trotzdem wollen viele jedes Element pixelgenau so haben wie im alten Shop. Dafür muss jemand in den Code, und genau da wird es teuer. Die Regel ist simpel: Jeder individuelle Eingriff in den Code kostet extra. Je näher du am Standard bleibst, desto günstiger fährst du.
Fehler 3: Falsch verstandener Perfektionismus
Es gibt Stellen, an denen Perfektionismus Pflicht ist. Die Warenwirtschafts-Anbindung muss zu 100 Prozent stimmen, das ist geschäftskritisch. Ob ein Menüpunkt einen Pixel weiter rechts sitzt, interessiert dagegen keinen einzigen Kunden.
Solche Diskussionen kosten Zeit und Geld und bringen weder deiner Conversion noch deinen Nutzern etwas. Steck die Energie lieber in die Stellen, an denen sie sich auszahlt.
Fehler 4: Migration mit Komplett-Erweiterung verwechseln
Der Gedanke liegt nahe: Wenn schon Migration, dann gleich noch ein Loyalty-Programm, neue Produktfilter und ein aufgebohrter Checkout dazu. Genau damit reden sich viele Projekte in die Länge.
Mach es andersrum. Migrier erst den bestehenden Shop und geh live. Kleine Verbesserungen, die sich unterwegs ergeben, nimmst du natürlich mit. Die großen Ausbauten kommen in Phase zwei. Je früher du live bist, desto früher profitierst du von niedrigeren Wartungskosten und besserer Performance. Wer alles auf einmal will, zahlt länger für die Agentur und hat währenddessen noch nichts von Shopify.
Klare Projektziele: Der Schlüssel zum Erfolg
Eine Migration ist kein Selbstzweck. “Shopify klingt cool” ist kein Projektziel. Die Rechnung muss am Ende aufgehen, sonst lass es bleiben.
Gute Gründe sehen zum Beispiel so aus:
- Schluss mit Bugs und Dauer-Updates (der Klassiker bei WooCommerce)
- Hohe Betriebskosten und Server-Probleme loswerden
- Ein System, das mit deinem Traffic mitwächst
- Features nutzen, die im alten System nicht machbar waren
Wenn du deine Ziele kennst und die vier Kostentreiber vermeidest, bleibt deine Migration im Budget.
Das Wichtigste in Kürze
- Kleine, simple Shops kannst du inhouse migrieren. Bei Komplexität hol dir Hilfe.
- Realistische Kosten: 4.000 bis 10.000 Euro (klein), 10.000 bis 25.000 Euro (mittel), ab 25.000 Euro (groß).
- Bau den alten Shop nicht 1:1 nach. Moderne Themes verkaufen besser als teurer Custom-Code.
- Erst migrieren und live gehen, dann erweitern.
- Ohne klares Projektziel keine Migration. Die Kosten müssen sich rechnen.