Shopify Discount-Kombinationen: Diese Limits musst du kennen
Welche Shopify-Rabatte lassen sich kombinieren? Die drei wichtigsten Limits und wie du sie mit einfachen Workarounds clever umgehst.
Du planst eine große Sales-Aktion und willst mehrere Rabatte kombinieren? Dann lies das vorher. Denn nicht alle Rabatt-Typen in Shopify lassen sich miteinander kombinieren, und das fällt gern erst auf, wenn die Kampagne schon läuft.
Stell dir vor, deine Black-Friday-Codes sind raus und an der Kasse funktioniert die Kombination nicht. Genau dafür gibt es diesen Beitrag: die drei wichtigsten Limits und die passenden Workarounds.
Die drei wichtigsten Rabatt-Limitationen in Shopify
1. Produktrabatte lassen sich nicht stapeln
Du kannst nicht mehrere Produktrabatte auf dasselbe Produkt anwenden. Konkret: Du hast einen 20% Black-Friday-Rabatt als Product Discount laufen und willst für ein blaues T-Shirt noch 5% extra geben, auch als Product Discount. Das blockiert Shopify.
Dafür gibt es zwei Auswege. Entweder du legst einen gemeinsamen Code an: Statt “BLACK20” und “SHIRT5” erstellst du “BLACK25” für die betroffenen Produkte. Das geht aber nur, wenn sich beide Rabatte auf dieselben Artikel beziehen.
Oder du arbeitest mit Order Discounts: Wandle den allgemeinen Rabatt in einen Bestellrabatt um, der sich auf die gesamte Bestellung bezieht. Dann kannst du problemlos einen zusätzlichen Product Discount für einzelne Artikel draufsetzen. Product Discounts und Order Discounts sind kombinierbar. Das ist dein wichtigster Workaround, merk ihn dir.
2. Buy-One-Get-One-Deals und Produktrabatte beißen sich
Der nächste Klassiker: Du hast eine 3-für-2-Aktion laufen und willst parallel 20% auf ausgewählte Artikel geben. Auch das blockiert Shopify. BOGO-Deals und Product Discounts auf dieselben Produkte funktionieren nicht zusammen.
Deine Optionen: Wie oben den Produktrabatt in einen Order Discount umwandeln, denn mit Bestellrabatten vertragen sich BOGO-Aktionen. Oder du arbeitest mit kostenlosen Geschenken: Statt der rabattierten BOGO-Logik richtest du ein Gratis-Produkt ein, das du im Backend auf 0 € setzt. So läuft keine Rabattierung und du kannst beliebige Discount-Codes anwenden. Maximale Flexibilität, aber aufwendiger in der Umsetzung.
In den meisten Fällen ist der Order Discount die einfachere und sauberere Lösung.
3. Maximal 25 automatische Rabatte gleichzeitig
Shopify begrenzt die aktiven Automatic Discounts auf 25 Stück. Klingt nach viel, wird aber überraschend schnell knapp, vor allem wenn du Apps nutzt.
Viele Gifting-Apps und Promotion-Tools erstellen im Hintergrund automatisch Discounts. Die bleiben oft aktiv, obwohl die Aktion längst vorbei ist. Nach ein, zwei Jahren summiert sich das, und plötzlich lassen sich keine neuen automatischen Rabatte mehr anlegen.
So bekommst du das in den Griff: Räum regelmäßig auf und lösche alte automatische Discounts, die du nicht mehr brauchst. Führ Rabatte mit ähnlicher Logik zu einem einzigen Automatic Discount zusammen. Und falls du dauerhaft an die Grenze stößt, gibt dir Shopify Plus mehr Freiheiten bei komplexen Discount-Logiken.
Ehrlich gesagt: In 99% der Fälle reichen 25 automatische Rabatte völlig aus. Wenn du wirklich mehr brauchst, solltest du eher deine Discount-Strategie überdenken.
Das Wichtigste in Kürze
- Produktrabatte sind nicht stapelbar. Nutze Order Discounts oder fasse die Prozente in einem Code zusammen.
- BOGO plus Product Discount funktioniert nicht. Wechsle auf Order Discounts oder arbeite mit kostenlosen Geschenken.
- Maximal 25 automatische Rabatte: regelmäßig aufräumen und ähnliche Discounts zusammenführen.
- Product und Order Discounts sind kombinierbar. Das ist dein Hauptworkaround.
- Zwei Versandrabatte gleichzeitig gehen nicht. Erstelle separate Gruppen für unterschiedliche Nutzer.
Fast jedes Limit lässt sich umgehen, wenn du die Rabatt-Typen richtig kombinierst. Meistens reicht schon der Wechsel vom Product Discount zum Order Discount.